Gefördert durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.
Franzosen zu Besuch – Schüler einer Berufsschule aus Lille drei Wochen in Erfurt
Zwölf französische Austauschschüler und ihre Betreuer waren für drei Wochen zu Gast in Erfurt.
Erfurt. Die Städtepartnerschaft zwischen Erfurt und der nordfranzösischen Stadt Lille besteht seit Jahren. Grund genug für die Ernst-Benary-Schule, neben den bereits bestehenden Partnerschulen, jetzt auch eine Partnerschaft mit der Liller berufsbildenden Schule „Lycée Michel Servet“ zu schließen. Ende 2011 waren erstmalig zwölf französische Austauschschüler und ihre Betreuer zu Gast in Erfurt – für drei Wochen. Sie besichtigten unter anderem die Konditoreien Bauer und Lobenstein sowie die Backstube Siebrecht. Das Europa Service Büro für Mittelthüringen stand ebenfalls auf dem Programm. In einem einwöchigen Tandem-Sprachkurs, verbesserten die deutschen und die französischen Schüler ihre Fremdsprachenkenntnisse zur Grundverständigung – auf spielerische und kurzweilige Art und Weise, heißt es in einer Mitteilung. Im Anschluss an den Sprachkurs wurden die Gastschüler in verschiedenen Betrieben – in Erfurt, Suhl. Zella-Mehlis, Apolda, Bad Langensalza, Mühlhausen, Ilmenau und Arnstadt – eingesetzt und lernten so auch das Land Thüringen noch ein wenig kennen. In den Betrieben gewannen sie Einblicke in die Arbeitsweise und konnten sich durch eigene Ideen mit in die Arbeitsläufe einbringen. Begeistert waren die Franzosen vom Erfurter Schnittchen, vom Baumkuchen sowie von verschiedenen Brandmasseerzeugnissen. Zum Abschluss empfing Oberbürgermeister Bausewein die Liller im Rathaussaal und beschrieb wichtige Ereignisse in Erfurts Geschichte. Ein Gegenbesuch von zwölf deutschen Auszubildenden nach Lille ist bereits geplant.
Erschienen in der Thüringer Landeszeitung am 4. Januar 2012
Die EU-Consult Südthüringen gGmbH, Projektträger des Europa Service Büro für Mittelthüringen, hat den zusätzlichen Antragstermin der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung im August 2011 genutzt und ein „Leonardo da Vinci“-Poolprojekt für Berufsbildungspersonal beantragt und bewilligt bekommen.